„Wie schnell doch die Zeit vergeht“, denkt sie und schaut – ein bisschen wehmütig – die verblühten Krokusse auf ihrer Wiese an. Heute morgen hat sie als Erstes eine Runde in ihrem kleinen Häuschen gedreht und alle Uhren umgestellt. Nur den alten Wecker, der so laut tickt, hat sie mal wieder vergessen… Jetzt brechen die letzten Märztage an und sie freut sich schon auf Ostern. Tagelang hat sie Zeitschriften und Kochbücher gewälzt und Ideen für ihren diesjährigen Osterbrunch gesammelt. Hoffentlich wird das Wetter an Ostern so schön wie heute, seufzt sie. Es wäre traumhaft, eine lange weiße Tafel mitten auf der Wiese zu haben, natürlich voller lieber Freunde. „An Ostern ziehe ich wirklich mein weißes Kleid und den Butterblumenkranz an!“, ruft sie ihrem Mann zu, der oben im alten Klarapfelbaum sitzt und die allerletzten Triebe schneidet. „Es wird bestimmt nochmal kalt!“, entgegnet er und lässt mit einem Schnipp einen weiteren Zweig runter auf die Wiese fallen. Sie verdreht die Augen und flüstert: „Wir sind so weit – jetzt kann der Frühling bleiben, oder?“, und tauscht einen verschwörerischen Blick mit der kleinen Blaumeise, die fleißig Moos aus dem Beet rupft.. und die Beiden sind sich völlig einig…der dunkle Winter hat sich definitiv verabschiedet. Selbst wenn der April mit Regen und kühlerem Wetter naht… das Licht, das Licht bleibt …

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