Manchmal versuche ich morgens meine wilden Haare zu bändigen. Das sind immer die schlechten Tage. Der Spiegel sagt mir laut: „Du siehst aus wie ein Neandertaler!“ An den guten Tagen achte ich nicht darauf. An den guten Tagen ziehe ich mir nach dem Aufstehen nur meine Strickjacke an und gehe barfuss zum See runter. Dann ist es noch sehr still. Das Wasser steht ruhig und spiegelglatt. Es ist kalt und ich friere. Tief atmend schaue hoch in den Himmel und wünsche mir inbrünstig einen guten Tag. Noch einen kurzen Augenblick bleibe ich sitzen, fühle das Moos und den harten Felsen unter mir und weiß mit absoluter Sicherheit, dass ich bin. An den guten Tagen bin ich.

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